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Glossar · aus dem DESK-Wörterbuch

Rebalancing

Die periodische Anpassung eines Portfolios zurück zur ursprünglich geplanten Asset Allocation.

Einfach erklärt

Wenn eine Anlageklasse stärker gewachsen ist als andere, wird ein Teil verkauft und in die anderen umgeschichtet, um die Zielgewichtung wiederherzustellen.

Etwas genauer

Rebalancing stellt die ursprüngliche Zielaufteilung eines Portfolios wieder her, nachdem sich die Gewichte durch unterschiedliche Wertentwicklung verschoben haben. Der wesentliche Zweck ist Risikokontrolle, nicht Renditesteigerung: Ohne Rebalancing wächst der Anteil der riskantesten Anlage im Zeitverlauf automatisch. Als Nebeneffekt wirkt das Verfahren antizyklisch — man verkauft, was gut lief, und kauft, was zurückblieb.

Beispiel

Ein 60/40-Portfolio wird zehn Jahre nicht angepasst und steht bei 79/21. Der Anleger hält faktisch ein völlig anderes Risikoprofil als das, für das er sich entschieden hatte — ohne je eine Entscheidung getroffen zu haben.

Was es für Trader bedeutet

Wichtiges diszipliniertes Werkzeug im langfristigen Portfoliomanagement.

Typische Fallstricke

Zu häufiges Rebalancing kann unnötige Transaktionskosten und Steuerereignisse verursachen.

Verwandte Begriffe

Asset Allocation · Automatisches Rebalancing (Automatic Rebalancing) · Index-Anpassung

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