Glossar · aus dem DESK-Wörterbuch
Aktienrückkauf
Der Rückkauf eigener Aktien durch ein Unternehmen am offenen Markt.
Einfach erklärt
Statt Dividende zu zahlen, kauft das Unternehmen eigene Aktien zurück und reduziert so die Anzahl im Umlauf.
Etwas genauer
Ein Aktienrückkauf erwirbt eigene Aktien und mindert dadurch die Zahl der ausstehenden Anteile. Für den Anleger ist entscheidend, ob der Rückkauf unter dem inneren Wert erfolgt: Nur dann schafft er Wert für die verbleibenden Aktionäre. Ein Rückkauf über dem Wert überträgt Vermögen von den bleibenden auf die verkaufenden Aktionäre — genau umgekehrt zur Absicht.
Beispiel
Ein Unternehmen kauft 8 Prozent seiner Aktien zu 62 Euro bei einem inneren Wert von 44. Die verbleibenden Aktionäre verlieren rechnerisch 1,4 Euro je Aktie.
Was es für Trader bedeutet
Neben Dividenden das zweite zentrale Instrument zur Kapitalrückgabe an Aktionäre.
Typische Fallstricke
Kann in Frage gestellt werden, wenn Unternehmen zu hohen Kursen zurückkaufen oder Rückkäufe statt sinnvoller Investitionen priorisieren.
Verwandte Begriffe
Beschleunigter Aktienrückkauf (Accelerated Share Repurchase, ASR) · Bereinigtes EBITDA (Adjusted EBITDA) · Dividende · Gewinn je Aktie (EPS) · Aktienrückkaufprogramm (Stock Buyback Program) · Eigene Aktien (Treasury Stock)
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