Glossar · aus dem DESK-Wörterbuch
Knock-Out-Zertifikat
Ein gehebeltes Zertifikat, das dem Anleger eine überproportionale Partizipation an der Kursbewegung eines Basiswerts bietet, aber sofort und vollständig wertlos verfällt, wenn eine festgelegte Knock-Out-Schwelle berührt wird.
Einfach erklärt
Bietet einen deutlich höheren Hebel als klassische Optionsscheine, dafür aber ein abruptes Totalverlustrisiko.
Etwas genauer
Ein Knock-out-Zertifikat verfällt sofort und regelmäßig wertlos, wenn der Basiswert eine festgelegte Schwelle berührt. Der Hebel entsteht dadurch, dass nur die Differenz zwischen Kurs und Schwelle finanziert wird. Der entscheidende Unterschied zur Option ist die Endgültigkeit: Es gibt keine Erholung — ein einziges Berühren beendet das Papier.
Beispiel
Ein Papier auf einen Index bei 18.000 hat die Schwelle bei 17.400. Der Einsatz beträgt 600 Punkte statt 18.000 — bei Berührung ist er vollständig verloren.
Was es für Trader bedeutet
Wichtiges praktisches Konzept im gehebelten Retail-Zertifikatehandel.
Typische Fallstricke
Kann durch kurzfristige Kursspitzen ausgeknockt werden, selbst wenn sich der Basiswert langfristig wie erwartet entwickelt.
Verwandte Begriffe
Knock-out-Produkt · Knock-Out-Schwelle · Mini-Future · Turbo-Zertifikat
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