Glossar · aus dem DESK-Wörterbuch
Differenzkontrakt (CFD)
Ein derivatives Finanzinstrument, das es Händlern erlaubt, auf Preisbewegungen eines Basiswerts zu spekulieren, ohne diesen tatsächlich zu besitzen.
Einfach erklärt
Der Gewinn oder Verlust entspricht genau der Kursdifferenz zwischen Eröffnung und Schließung der Position.
Etwas genauer
Ein CFD ist ein außerbörslicher Vertrag über die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs eines Basiswerts — der Anleger besitzt den Basiswert nie. Die Vorteile sind Hebel, einfacher Leerverkauf und Zugang zu vielen Märkten über ein Konto. Die Kosten stecken in Spread, Finanzierung über Nacht und der Rolle des Anbieters als Gegenpartei. In der EU ist der Hebel für Privatanleger begrenzt und Negativsaldo-Schutz vorgeschrieben — Regulierung als Reaktion darauf, dass ein Großteil der Privatkunden mit CFDs Geld verliert.
Beispiel
Ein Anleger handelt den DAX über CFDs mit Hebel 20. Der Anbieter weist pflichtgemäß aus, dass 74 Prozent seiner Privatkunden Geld verlieren. Über sechs Wochen zahlt der Anleger 340 Euro Finanzierungskosten auf eine Position, deren Kursgewinn 420 Euro beträgt.
Was es für Trader bedeutet
Weit verbreitetes, stark gehebeltes Handelsinstrument bei Privatanlegern, besonders in Europa.
Typische Fallstricke
Hohe Hebelwirkung führt zu erheblichem Verlustrisiko — die Mehrheit der Privatanleger verliert Geld mit CFDs.
Verwandte Begriffe
Margin-Close-out-Regel · Synthetic Agreement for Forward Exchange (SAFE) · Übernachtfinanzierung
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