Glossar · aus dem DESK-Wörterbuch
Bullenfalle
Ein falsches Kaufsignal, das Trader zu Long-Positionen verleitet, kurz bevor der Kurs wieder fällt.
Einfach erklärt
Der Kurs bricht scheinbar nach oben aus, dreht dann aber schnell wieder um — Long-Trader werden "in die Falle gelockt".
Etwas genauer
Die Bull Trap ist das Spiegelbild der Bear Trap: Ein Ausbruch über einen beachteten Widerstand zieht Käufer an, findet aber keinen Anschluss und fällt zurück in die Spanne — die Ausbruchskäufer sitzen im Verlust und werden beim Rückfall zu Verkäufern. Typisch entsteht sie an offensichtlichen Marken (Vortageshoch, runde Zahlen, Mehrfachhochs), wo sowohl Ausbruchsorders als auch Stopps der Shorts gebündelt liegen. Handelbar ist weniger der Ausbruch als sein Scheitern: Der Rückfall unter die Marke mit Schwungverlust darüber ist das Signal, und die gefangene Long-Seite liefert den Weg nach unten.
Beispiel
Eine Aktie bricht über das dreifach getestete Hoch bei 84,00, steigt auf 84,60 bei abnehmendem Delta und fällt zwei Stunden später zurück unter 84,00. Der Short beim Rückfall (Stopp über 84,60) zielt auf die Spannenmitte — die kapitulierenden Ausbruchskäufer liefern den Weg dorthin in einer Bewegung.
Was es für Trader bedeutet
Wichtiges Konzept zum Verständnis von Fehlausbrüchen in der technischen Analyse.
Typische Fallstricke
Kann zu schnellen, schmerzhaften Verlusten bei Long-Positionen führen, die auf den Fehlausbruch hereingefallen sind.
Verwandte Begriffe
Bärenfalle (Bear Trap) · Widerstand
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